October 14, 2026

Ji-Young Sesame Street: Erster asiatisch-amerikanischer Muppet

Ji-Young Sesame Street

Sesame Street“ bekommt erstmals einen asiatisch-amerikanischen Muppet: Ji-Young schreibt Geschichte

Eine kleine Figur mit großer Bedeutung: Ji-Young ist der erste asiatisch-amerikanische Muppet in der Geschichte von „Sesame Street“. Die siebenjährige koreanisch-amerikanische Figur bringt nicht nur ihre elektrische Gitarre und jede Menge Energie mit, sondern auch eine wichtige Botschaft über Zugehörigkeit, Vielfalt und den Umgang mit Rassismus.

Wer ist Ji-Young?

Ji-Young ist sieben Jahre alt und stammt aus einer koreanisch-amerikanischen Familie. Sie liebt Musik, spielt leidenschaftlich gerne E-Gitarre und fährt Skateboard. Außerdem spielt sie Fußball und kocht gerne koreanische Gerichte wie Tteokbokki.

Auch ihre koreanische Herkunft gehört ganz selbstverständlich zu ihrer Persönlichkeit. Zu Hause spricht ihre Familie sowohl Koreanisch als auch Englisch und sie ist besonders eng mit ihrer Großmutter verbunden.

Hinter der Figur steht die koreanisch-amerikanische Puppenspielerin Kathleen Kim. Sie kam über einen Puppetry-Workshop zu „Sesame Street“ und übernahm später die Rolle von Ji-Young.

Mehr als nur eine neue Figur

Ji-Young wurde nicht einfach als weiteres Gesicht für die „Sesame Street“ entwickelt. Ihre Einführung war Teil der Initiative „Coming Together“, mit der Sesame Workshop Kindern einen altersgerechten Zugang zu Themen wie Hautfarbe, Herkunft, Kultur und Rassismus ermöglichen möchte.

In ihrem ersten großen Auftritt wird auch ein schwieriges Thema angesprochen: Ji-Young wird von einem anderen Kind aufgefordert, „nach Hause zu gehen“. Die Szene greift eine Form von Ausgrenzung auf, mit der asiatisch-amerikanische Menschen häufig konfrontiert werden.

Statt die Situation einfach hinzunehmen, erhält Ji-Young Unterstützung von ihren Freunden und anderen Menschen auf der Straße. Die Botschaft: Jeder Mensch soll wissen, dass er dazugehört.

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Warum die koreanische Identität wichtig ist

Bei der Entwicklung der Figur war es den Machern besonders wichtig, Ji-Young nicht einfach als allgemein „asiatisch“ darzustellen.

Sie sollte eine konkrete Identität haben: eine koreanisch-amerikanische Figur mit eigener Persönlichkeit, Familie und Interessen. Genau diese Individualität sollte Kindern zeigen, dass asiatische Amerikaner keine einheitliche Gruppe sind.

Damit steht Ji-Young nicht dafür, alle asiatisch-amerikanischen Kinder zu repräsentieren. Vielmehr soll sie als eigene Figur sichtbar sein – ein Kind, das Musik liebt, mit Freunden Spaß hat und stolz auf seine Herkunft ist.

Rockmusik statt Klischees

Eine der auffälligsten Eigenschaften von Ji-Young ist ihre Liebe zur Rockmusik. Mit ihrer E-Gitarre bringt sie einen ungewöhnlichen Sound in die Welt von „Sesame Street“.

Gemeinsam mit ihren Freunden kann sie Musik machen und Songs spielen. Ihre Figur verbindet damit Unterhaltung mit einer modernen Darstellung eines Kindes, das sich nicht auf traditionelle Rollenbilder reduzieren lässt.

Ein Schritt zu mehr Vielfalt im Kinderfernsehen

Die Einführung von Ji-Young war für viele Zuschauer mehr als nur die Premiere einer neuen Muppet-Figur. Für asiatisch-amerikanische Familien bedeutete sie auch mehr Sichtbarkeit in einer der bekanntesten amerikanischen Kindersendungen.

Kathleen Kim betonte, dass Ji-Young Kindern helfen soll, Rassismus zu erkennen und sich gegen Ausgrenzung auszusprechen. Gleichzeitig soll es irgendwann ganz normal sein, unterschiedliche Kinder und Kulturen im Fernsehen zu sehen.

Ji-Young zeigt damit auf einfache Weise, was „Sesame Street“ seit Jahrzehnten vermitteln möchte: Unterschiede gehören zum Zusammenleben dazu – und jeder sollte das Gefühl haben, willkommen zu sein.

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