October 14, 2026

Google EU-Strafe: 890 Millionen Euro wegen Shopping und Google Play

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Google: 890-Millionen-Euro-Strafe der EU wegen Shopping und Google Play

Die Europäische Kommission hat Google im Juli 2026 mit einer Gesamtstrafe von 890 Millionen Euro belegt. Hintergrund sind zwei Verstöße gegen den Digital Markets Act (DMA): Google soll eigene Dienste in der Suche bevorzugt und Unternehmen bei Google Play daran gehindert haben, Nutzer frei auf alternative, teilweise günstigere Angebote weiterzuleiten.

460 Millionen Euro wegen der Google-Suche

Der erste Teil der Strafe beträgt 460 Millionen Euro. Nach Ansicht der EU-Kommission bevorzugt Google in seinen Suchergebnissen eigene Dienste gegenüber Angeboten von Drittanbietern.

Betroffen sind unter anderem Bereiche wie Shopping, Hotels, Transport und Sport. Eigene Google-Dienste würden beispielsweise prominenter dargestellt oder mit zusätzlichen visuellen Elementen und Filtern hervorgehoben. Drittanbieter erhielten diese bevorzugte Darstellung nicht in gleicher Weise.

Damit sieht die EU-Kommission einen Verstoß gegen die DMA-Vorgabe, nach der sogenannte Gatekeeper ihre eigenen Dienste bei der Platzierung nicht gegenüber konkurrierenden Angeboten bevorzugen dürfen.

Weitere 430 Millionen Euro wegen Google Play

Die zweite Geldbuße beläuft sich auf 430 Millionen Euro und betrifft Google Play.

Nach den Feststellungen der Kommission müssen App-Entwickler ihre Kunden grundsätzlich kostenlos über alternative Angebote informieren und sie beispielsweise auf günstigere Kaufmöglichkeiten außerhalb von Google Play hinweisen können.

Die EU-Kommission kam jedoch zu dem Schluss, dass Google diese sogenannte Anti-Steering-Regel nicht ausreichend einhält. Unter anderem seien die Bedingungen und Gebühren für entsprechende Weiterleitungen nicht mit den Anforderungen des DMA vereinbar.

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EU fordert Änderungen von Google

Neben den Geldbußen hat die EU-Kommission Google aufgefordert, die festgestellten Verstöße zu beenden. Die Entscheidung basiert auf dem seit 2024 geltenden Digital Markets Act, der die Marktmacht großer digitaler Plattformen stärker regulieren soll.

Google reagierte kritisch auf die europäischen Vorgaben. Im September 2026 kündigte der Konzern unter anderem Änderungen an der Darstellung von Suchergebnissen in Europa an, um die DMA-Anforderungen zu erfüllen. Google warnte dabei vor möglichen Nachteilen für Nutzer und Unternehmen.

Was bedeutet die Strafe für Nutzer?

Für Verbraucher könnte der Streit vor allem bei der Suche und beim Kauf digitaler Produkte spürbar werden.

Wenn Google eigene Angebote weniger prominent platziert, könnten künftig häufiger externe Vergleichs- und Vermittlungsdienste in den Suchergebnissen erscheinen. Gleichzeitig könnten App-Nutzer stärker auf alternative Kaufmöglichkeiten außerhalb von Google Play hingewiesen werden.

Die EU verfolgt damit ein klares Ziel: Große Plattformen sollen ihre marktbeherrschende Stellung nicht dazu nutzen können, eigene Angebote gegenüber Wettbewerbern zu bevorzugen.

Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick

  • 890 Millionen Euro: Gesamtstrafe gegen Google
  • 460 Millionen Euro: Verstoß im Zusammenhang mit Google Search
  • 430 Millionen Euro: Verstoß im Zusammenhang mit Google Play
  • Grundlage: Digital Markets Act (DMA)
  • Entscheidung: 23. Juli 2026

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