WHO/Europa sieht drei zentrale Handlungsfelder, um belastende Erfahrungen zu verhindern und ihre Folgen zu verringern.
1. Ursachen frühzeitig angehen
Familien sollen stärker unterstützt werden. Dazu gehört auch, Probleme wie Armut, soziale Ausgrenzung und Gewalt im persönlichen Umfeld zu bekämpfen. Frühzeitige Hilfe kann dazu beitragen, dass Kinder in sichereren Lebensbedingungen aufwachsen.
2. Schutzfaktoren und Resilienz stärken
Nicht alle belastenden Situationen lassen sich verhindern. Umso wichtiger sind verlässliche Beziehungen, unterstützende Erwachsene und Angebote, die Kindern helfen, mit schwierigen Erlebnissen umzugehen. Laut Studie steht die Unterstützung durch Erwachsene mit besseren Ergebnissen für die psychische Gesundheit in Zusammenhang.
3. Öffentliche Dienste für Traumafolgen sensibilisieren
Gesundheitsdienste, Schulen, soziale Einrichtungen und die Justiz sollen mögliche Folgen belastender Kindheitserfahrungen besser erkennen und angemessen darauf reagieren können. Ziel ist es, Betroffene zu unterstützen und zu verhindern, dass sich negative Erfahrungen über Generationen hinweg fortsetzen.