October 14, 2026

Regenbogen-Nacktschnecke in Cornwall entdeckt

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Regenbogen-Nacktschnecke in Cornwall entdeckt – ein Zeichen für den Klimawandel

Eine ungewöhnlich farbenprächtige Regenbogen-Nacktschnecke sorgt in Cornwall für Aufmerksamkeit. Das nur wenige Zentimeter große Meerestier wurde im August am Porthpean Beach entdeckt – und liefert laut Meeresschutzexperten zugleich einen Hinweis darauf, wie sich die britische Küstenwelt verändert.

Die Entdeckung gelang während einer Veranstaltung des Rock Pool Project, einer Organisation für gemeinschaftlichen Meeresschutz. Für den Fundort ist die Beobachtung besonders interessant: Die Art war zwar bereits an anderen Stellen in Cornwall und im Südwesten Englands gesichtet worden, bislang jedoch nicht am Porthpean Beach.

Eine auffällige Entdeckung am Strand

Gefunden wurde die Meeresschnecke von Luke Galpin, der bei der Veranstaltung des Rock Pool Project an der Küste unterwegs war.

Mit einem solchen Fund hatte er zunächst nicht gerechnet. Nachdem er einen Stein umgedreht hatte, fiel ihm sofort die auffällige Färbung des winzigen Tieres auf.

Die Nacktschnecke war laut Galpin ungefähr so groß wie sein Daumennagel. Seine Begeisterung war so groß, dass er sofort andere Teilnehmer auf den ungewöhnlichen Fund aufmerksam machte.

Warum die Regenbogen-Nacktschnecke interessant ist

Die Babakina anadoni, wie die Art wissenschaftlich genannt wird, kommt normalerweise in wärmeren Gewässern des Atlantiks vor – unter anderem vor den Küsten von Spanien, Portugal und Frankreich.

In den vergangenen Jahren wurden jedoch zunehmend Exemplare an britischen Küsten entdeckt.

Für Wissenschaftler und Meeresschutzorganisationen sind solche Beobachtungen interessant, weil sich dadurch Veränderungen in der Verbreitung von Meerestieren nachvollziehen lassen.

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Wärmere Meere verändern die Küsten

Dr. Ben Holt vom Rock Pool Project bezeichnete den Fund als spannende Entdeckung, gleichzeitig aber auch als Erinnerung daran, wie stark sich die Küsten Großbritanniens verändern.

Durch die Erwärmung der Meere können Arten, die normalerweise in südlicheren und wärmeren Regionen vorkommen, neue Lebensräume erreichen.

Die zunehmenden Sichtungen der Regenbogen-Nacktschnecke an britischen Küsten könnten daher Teil größerer Veränderungen im marinen Ökosystem sein.

Meeresschutz braucht langfristige Beobachtung

Für das Rock Pool Project ist deshalb nicht nur die einzelne Sichtung wichtig. Entscheidend ist, solche Veränderungen über einen längeren Zeitraum zu dokumentieren.

Durch regelmäßige Beobachtungen können Forscher besser nachvollziehen, welche Arten neu auftauchen, ihre Verbreitungsgebiete verändern oder möglicherweise seltener werden.

Der Fund von Porthpean Beach ist damit weit mehr als nur eine ungewöhnliche Begegnung am Strand: Er zeigt, wie kleine Veränderungen bei einzelnen Meerestieren Hinweise auf größere Veränderungen in unseren Meeren geben können.

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